Klare Ansage

Der Tiroler Landtag hat in seiner Feber-Sitzung einen wichtigen Schritt im Kampf gegen illegale Freizeitwohnsitze in Tirol gesetzt.

Nicht nur aus touristischer Sicht ist diese Maßnahme zu begrüßen.

Unzählige Wirtschaftskapitäne und Promis – aus dem benachbarten Deutschland bis nach Russland – haben in den letzten Jahren ihre Zelte in Tirol aufgeschlagen. Viele Immobilien werden nur für wenige Tage im Jahr genutzt und schaffen damit keine Wertschöpfung vor Ort.

Dafür sind in den betroffenen Regionen aufgrund der hohen Nachfrage die Grundstückspreise durch die Decke geschossen. Während wenige Immobilienmakler das Geschäft ihres Lebens machen, hat die lokale Bevölkerung das Nachsehen. Die Schaffung eines Eigenheims ist in diesen Gegenden kaum noch leistbar.

Aktuelle Berechnungen gehen von bis 30.000 (!) Freizeitwohnsitzen in Tirol aus. Seit dem Vorjahr muss von diesen Besitzern immerhin eine Abgabe an die Gemeinde entrichtet werden - ein Tropfen auf dem heißen Stein, zumal viele Feriendomizile nicht offiziell gemeldet sind. Den Gemeinden hat bisher das Werkzeug für eine stärkere Kontrolle gefehlt. Wir dürfen hier aber nicht länger wegschauen!

Eine Möglichkeit, einen Freizeitwohnsitz ausfindig zu machen, ist dabei die Analyse des Energieverbrauchs. Über den örtlichen Energieversorger soll es künftig möglich sein, Informationen über die Nutzung des verdächtigen Wohnsitzes zu erhalten. Zusätzlich plant das Land die Einsetzung eigener Kontrollorgane. Auch bei den Airbnb-Vermietungen wir der gesetzliche Rahmen künftig strenger gezogen. Auch als Obmann der Tiroler Hotellerie unterstütze ich diese wichtigen Initiativen für einen fairen Wettbewerb.

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